Peter Knapp GmbH Berlin-Coaching, Mediation, Verhandlungstraining und Konfliktmanagement


Peter Knapp

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Ich schreibe auf diesem Blog in regelmäßigen Abständen Beiträge zu den Themen Verhandlung, Coaching, Mediation und Führung.

Sie können zu den Beiträgen gern Kommentare hinterlassen oder mich persönlich Kontaktieren.

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„Wie man Starrköpfe überzeugt"

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Montag, 06. Februar 2012 um 16:16 Uhr

- Kommentar zum Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 1. Februar 2012

Viele Menschen verteidigen ihre Irrtümer, obwohl ihre Gesprächspartner sie vom Gegenteil überzeugen wollen. Mythen werden verbreitet und der Glaube an sie ist beharrlich. Diskussionen mit Leugnern des Klimawandels, Kritikern von Verkehrsprojekten und anderen Situationen, in denen jemand vom Gegenteil dessen überzeugt werden soll, an das er glaubt, bleiben meist fruchtlos.

John Cook vom Global Change Institute der University of Queensland und Stephen Lewandowsky haben in der Broschüre „The debunking handbook" den Stand der Forschung

zusammenfassend dargestellt. Eine erhaltene Information wird konserviert, auch wenn über das Gegenteil informiert wurde, stellen die beiden Forscher fest.

Mehrere Studien zeigen dies zum Beispiel an dem Mythos der Mumps-Röteln-Impfung, die Autismus auslösen soll. Einmal als Information gestreut, fällt es schwer, diese zu widerlegen und aus den Köpfen der Menschen zu bekommen.

Die meisten Forscher glaubten lange Zeit, dass man den Probanden nur genügend Fakten zur Verfügung stellen muss. Dann würden Sie die falsche Meinung revidieren. Genau das Gegenteil ist der Fall. Eine große Anzahl von Fakten stärkt den Mythos statt ihn zu entkräften. „Eine simpel gestrickte Legende ist kognitiv attraktiver als deren komplexe Widerlegung", kommentieren Cook und Lewandowsky. Sie fordern auf, sich auf wenige Thesen zu konzentrieren.

Auch die Gegenseite verstehen zu wollen, kostet Kraft und bringt nicht die gewünschten Ergebnisse. Je mehr Argumente die andere Seite darlegt, desto anstrengender wird es und desto näher liegt die Versuchung, auf die eigene bisherige Meinung oder den Mythos zurückzugreifen.

Aufklärer erreichen so oft das Gegenteil von dem, was sie erreichen wollen. Allein die Erwähnung des Irrtums stärkt diesen, statt ihn zu entkräften. Um eine Information zu widerlegen, muss sie erst mal erwähnt werden. Das Paradox liegt darin, dass schon die Erwähnung der falschen Information zu deren Verbreitung beiträgt. Und je vertrauter eine Nachricht durch oftmalige Erwähnung wird, umso stärker glauben die Menschen daran.

Die Forscher Cook und Lewandowsky raten, den Mythos, den man entschärfen will, gar nicht erst zu benennen. Stattdessen sollten die tatsächlichen Fakten betont werden, indem diese verständlich und prägnant dargestellt werden. Alles, was das Verständnis fördert, erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass etwas als wahr gelte. Schon ein gutes Schriftbild könne diesen Effekt unterstützen.

Wer starke Argumente hat, wird diese sogar noch festigen, wenn er mit Gegenargumenten

konfrontiert wird, sagen Cook und Lewandowsky.

Beide Forscher meinen, dass es erfolgversprechender sei, Menschen überzeugen zu wollen, deren Meinungen nicht so festgefahren sind.

Sie geben zwei Tipps, um Menschen von der Wahrheit zu überzeugen oder sie von einem Mythos abzubringen:

  1. „Wer andere nämlich dazu bringt, sich selbst positiv darzustellen, erzielt weniger heftige Abwehrreaktionen" bei unterschiedlichen Positionen
  2. Die andere Strategie besteht darin, die im Mythos verwendeten Begrifflichkeiten anzupassen oder zu umgehen.
 

Mediationsgesetz im Bundestag

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Donnerstag, 15. Dezember 2011 um 10:04 Uhr

Heute, am 15.12.2011 wird über das Mediationsgesetz im Bundestag beraten Wie es aussieht, wird das Gesetz eine Mehrheit finden. Es droht dann allerdings die Auseinandersetzung einiger Bundesländer, wegen der Behandlung der gerichtlichen Mediation im Mediationsgesetz. Die vermittelnden Richter am Gericht heißen im Mediationsgesetz nach Intervention des Rechtsausschusses "Güterichter". Dagegen wenden sich viele und werden den Vermittlungsausschuss anrufen.

Wir werden sehen. Erst mal wird heute im Bundestag über den Gesetzesentwurf zur Mediation beraten und abgestimmt.

 

Ein Tabu der Führungslehre – das Thema Macht

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Freitag, 09. Dezember 2011 um 21:36 Uhr

Kein Thema ist in der deutschen Wirtschaftswelt nach dem Artikel „Das wahre Gesicht der Macht“ (ManagerSeminare 12/2011) so tabuisiert wie das Thema Macht. Angesprochen auf ihre Macht, antworten Konzernchefs und Manager eher ausweichend und verweisen auf Teamorientierung und kooperativen Führungsstil. „ Macht hat man, über Macht spricht man nicht“, so ließe sich die Haltung zur Macht gut beschreiben. Kein Wort lässt deutsche Manager so zusammenschrecken wie das Wort Macht.

Die Wahrnehmung des Themas Macht ist immer noch von den Erfahrungen der Nazi Zeit geprägt. Toni Reiser mit seiner Band Ton Stein Scherben singt „Keine Macht für niemand“. Hinzu kommt, dass das Thema Macht in den Medien mit dem Thema Machtmissbrauch in Verbindung gebracht wird, gleich ob es um Josef Ackermanns direkten Wechsel in den Aufsichtsrat oder um die Bezahlung von Vorständen geht.

In der Managementlehre setzt sich die Tabuisierung fort. In den Lehrplänen der Management-Schools findet sich kaum das Thema Macht, das neben dunklen Seiten auch helle hat. Kein Manager kommt ohne Macht aus. Für Christine Bauer-Jellinek (Institut für Management Kompetenz) ist „Macht das Vermögen, einen Willen gegen einen Widerstand durchzusetzen.“ Und Widerstand gibt es in jedem wettbewerbsorientierten System. Wenn Manager Macht haben, ist der reflektierte Umgang mit ihr wichtig. Dennoch werden Fortbildungsangebote mit dem Wort Macht im Titel kaum gebucht. Ähnlich wie mit dem Thema Konflikt, über das noch vor fünf Jahren wenig offen gesprochen wurde, sollte es mit dem Thema Macht gehen. Inzwischen ist das Thema Konflikt auf dem Weiterbildungsmarkt etabliert.
   

Einflussfähigkeit stärken

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Montag, 17. Oktober 2011 um 12:01 Uhr

Einflussfähigkeit bedeutet nach weit verbreiteter Meinung, willensstark seine Forderungen zu stellen und durchzusetzen. „Wirklich einflussreiche Menschen setzen sich nicht durch, sondern äußern Wünsche, sprechen über ihre Motive, Werte und Anliegen" schreibt Frau Echter in ihrem Online-Beitrag bei Harvard Business Manager. „Einflussreiche Menschen wie Topmanagerinnen und Topmanager äußern ihre persönlichen Wünsche und Anliegen, mit denen sie überzeugen, begeistern möchten. Diese sind immer positiv, enthalten keine Negation und Drohung". Die Botschaft lautet: Persönlich sprechen, um wirksam zu sein. Wichtig ist, die Nachrichten positiv und konkret als Ich-Botschaft zu formulieren.

 

 

Das Mediationsgesetz in der Anhörung im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestags

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Donnerstag, 08. September 2011 um 16:39 Uhr

Am 25. Mai fand vor dem Rechtsausschuss des Bundestags eine öffentliche Anhörung statt.

Die geladenen Sachverständigen kamen aus dem juristischen Bereich, was bereits auf die Themen der Anhörung hinweist. Die Sachverständigen waren zuvor um eine schriftliche Stellungnahme gebeten worden.
Darin wurden bereits die Streitpunkte deutlich: Neben der außergerichtlichen und gerichtsnahen Mediation stand die gerichtsinterne Mediation auf der Tagesordnung. Einigkeit bestand darin, dass die im Entwurf genannten Aus- und Fortbildungsregelungen erweitert werden müssen.

   

Zum Umgang mit Emotionen in Verhandlungen

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Freitag, 22. Juli 2011 um 07:02 Uhr

Emotionen gelangen zunehmend in den Fokus der Wissenschaft. Ob im Management oder in anderen Bereichen, das Thema Emotionen ist mehr und mehr diskutiert. Verena Kast, schweizerische Psychoanalytikerin und seit über 20 Jahren spezialisiert auf das Thema „Emotionen", berichtete auf dem 5. Berliner Mediationstag 2011 (www.berliner-mediationstag.de), dass die St. Gallener Management Kurse das Thema Emotionen neuerdings ausführlich behandeln. Lange galt Management als eine Sphäre, in der Emotionen nichts zu suchen hatten. Auch in Verhandlungen sollten Emotionen eher nicht vorkommen.

Der Artikel vom „Umgang mit Emotionen in Verhandlungen - Teil I" in der Zeitschrift für Konfliktmanagement Heft 2/2011 erörtert das Thema der Emotionen in Verhandlungen. Tatsächlich galt Verhandeln lange als rationale Tätigkeit. Das bekannte „Harvard Konzept" betont „principled negotiation" - kriterienbasiertes und faktenorientiertes Verhandeln - als erfolgversprechend.

In deutscher Übersetzung lautet der Untertitel des Harvard Konzepts „Sachgerechte Verhandlung". Eines der vier Prinzipien des Harvard Konzepts lautet, die Person von der Sache zu trennen - „to seperate the people from the problem". Auch dieses Prinzip wurde in Kombination mit „Sachgerechter Verhandlung" häufig so interpretiert, dass es in Verhandlungen wichtig ist, sich auf das Problem zu konzentrieren und die Person und die Emotionen außen vor zu lassen. Die Autoren des Harvard Konzepts empfehlen, beide - die Person und die Sache - zu beachten, aber eben getrennt voneinander. Roger Fisher, der Hauptautor des Harvard Konzepts, hat fast 20 Jahre nach Erscheinen des „Harvard Konzepts" ein Buch zu dem Thema Emotionen veröffentlicht: „Beyond the reason" (2005). Darin wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Berücksichtigung von Emotionen wichtig ist, um erfolgreich zu verhandeln. Durch den bewussten und direkten Umgang mit den eigenen Emotionen und denen der anderen Verhandlungsparteien können Konflikte vermieden werden. Auch können durch die Berücksichtigung von Emotionen schneller die „Brennpunkte" der Verhandlung erkannt werden.

 

Bekanntheit von Mediation

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Dienstag, 28. Juni 2011 um 20:49 Uhr

Das Institut für Demoskopie Allensbach hat im Auftrag der ROLAND Rechtsschutz- Versicherungs-AG im Herbst 2010 eine Befragung von 1.800 Personen durchgeführt. Der Schwerpunkt der Befragung lag hierbei darin, zu klären, wie bekannt dieses vergleichsweise neue rechtliche Verfahrensmodell - die Mediation - in der Bevölkerung ist und was dem Verfahren zugetraut wird.

   

Intuition im Management - Wie das Bauchgefühl entsteht und was es leistet

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Freitag, 20. Mai 2011 um 12:48 Uhr

Der unerschütterliche Glaube an den Menschen als rational begabtes Wesen, der nur in schwierigsten Situationen emotional wird, ist nach wie vor sehr verbreitet. In Zeiten der hohen Geschwindigkeit und steigender Komplexität werden intuitive Entscheidungen immer wichtiger. Peter Kruse erklärt die Intuition als beste Form der Komplexitätsverarbeitung. Die neuesten Erkenntnisse aus der Entscheidungsforschung und Neurologie belegen, dass es klüger sein kann, das Denken sein zu lassen, wenn man geübt ist, seiner Intuition zu folgen. Das bedeutet aber nicht, das rationale Denken völlig auszuschließen. Es kommt auf die richtige Kombination der beiden Denkarten an.


Intuition greift auf das Erfahrungswissen zurück, was im Laufe eines Lebens angesammelt wurde. Natürlich ist dieses Wissen immer nur so gut, wie die Erfahrungen der jeweiligen Person. Intuition kann trainiert werden. Sie ist eine Grundfunktion des Gehirns. Trainiert werden kann der Zugang zur Intuition, der richtige Umgang mit der inneren Stimme und die geschickte Anwendung des „Bauchgefühls". Professor Gerd Gigerenzer, Direktor am Max Planck Institut für Bildungsforschung, sagt: „Intuitive Entscheidungen sind nicht nur ökonomischer und schneller, sondern oftmals auch besser." (Gerd Gigerenzer - Bauchentscheidungen, München 2007). Diese Haltung ist auch im Management schwer vermittelbar. Noch immer gilt das rationale Denken als die entscheidende Größe. Besonders die Neurologie zeigt, dass unser Gehirn blitzschnell und unbemerkt jeden aktuellen Sachverhalt bewertet und schneller als das rationale Denken zu einer Entscheidung gelangt. Diese enorme Schnelligkeit der Intuition ist es, die sie besonders für komplexe Entscheidungsprozesse interessant macht. Darüber hinaus wird Intuition für die Situationen wichtig, wo zu wenige oder zu viele Informationen vorliegen.


Intuition kann auch in die Irre führen. Diesen Aspekt behandelt Gerald Traufetter in seinem Buch „Intuition - die Weisheit der Gefühle". Die Intuition ist immer nur so gut wie die Erfahrungen, die der Einzelne in dem jeweiligen Fachgebiet bereits gesammelt hat. Bei Teams mit erfahrenen Mitgliedern kann die Zeit der Besprechungen gekürzt werden. Anfänger sollten sich mehr Zeit nehmen, um zu besseren Ergebnissen zu gelangen.

Intuition muss nicht trainiert werden. Wichtig ist, sie zuzulassen und richtig mit ihr umzugehen. Nach der bewussten Auseinandersetzung mit einem Thema ist es wichtig, dem Kopf die Möglichkeit zu geben, abzuschalten. Sparzieren gehen, Pause machen oder schlafen hilft. Intuitive Eingebungen sollen rational überprüft und nachvollziehbar gemacht werden.

 

 

Vom Umgang mit starken Emotionen - Thema des 5. Berliner Mediationstags

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Sonntag, 01. Mai 2011 um 21:52 Uhr

Die Psychoanalytikerin Verena Kast aus Zürich schreibt und forscht seit vielen Jahren zu dem Thema Emotionen. Bekannt sind ihre Bücher zu Trauer und Angst, die sie schrieb, bevor das Thema von einer breiteren Öffentlichkeit behandelt wurde. Dies zeigen auch Veröffentlichungen wie „Emotionale Intelligenz" von Daniel Goleman oder der Nachtrag zum Harvard Konzept „Erfolgreicher verhandeln mit Gefühl und Verstand" von Roger Fisher u.a.

Emotionen sind biologisch. Sie sind mit Vorstellungen verbunden. Sie sind wichtig zur Orientierung und enthalten eine Mitteilung an die eigene Person. Sie können so stark sein, dass sie nicht erlebt werden können und abgespalten werden.
Emotionen können Vorstellungen beeinflussen und darin liegt nach Verena Kast auch die besondere Bedeutung von Emotionen. Durch unsere Vorstellungskraft bekommen wir Zugang zu unserer Kreativität. Emotionen sind ansteckend.

„Ich habe Angst" ist ein Gefühl.
Es gibt 440 Möglichkeiten, Angst auszudrücken. Zu diesem Thema referiert Verena Kast, dass es sich bei Angst um ein Gefühl handelt, von einer Gefahr ergriffen zu sein, von der man nicht weiß, wie man mit ihr umgehen soll. Eine gute Portion Angst ist lebenswichtig. Es gibt unterschiedliche Ansätze zur Bewältigung von Angst.

  1. Hilfe zur Selbsthilfe - der andere Mensch als Begleiter und Helfer
  2. Direkte Handlungsanweisungen
  3. Kognitive Strategien - Fragen stellen: „Wie wahrscheinlich ist es, dass die Befürchtungsphantasien eintreten?"
  4. Einen besseren Umgang mit Ärger üben
  5. Entwicklung von Kompetenzen wie Verbesserung des Selbstwertgefühls

Das soziale Umfeld ist das A und O im Umgang mit der Angst. Sobald in Versuchen mit Affen ein zweiter Affe zur Seite steht, reduziert sich die Angst des ersten Affen. Das funktioniert auch bei anderen Säugetieren.
Unsere Träume sind zu 70% Angst.
Die beste Methode zum Umgang mit Angst ist zu verlangsamen. Zum Beispiel durch die Frage: „Was kann Dir eigentlich passieren?"
Der Soziologe Ulrich Beck schreibt in seinen Büchern, dass der Umgang mit Angst in unseren stark differenzierten Gesellschaften eine Schlüsselqualifikation darstellt.
Wie bei jeder Emotion ist es wichtig, in Kontakt mit der Emotion zu kommen, um dann wieder Abstand zu ihr zu gewinnen.

Fortsetzung des Blogbeitrag zu Verena Kast folgt.

   

Frisöre und Coaches

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Montag, 04. April 2011 um 19:33 Uhr

Coaching ist eine junge Profession und ist auf dem Weg, zu einer anerkannten Berufsgruppe zu werden.

Dr. Wolfgang Loos, einer der Begründer des Coachings in Deutschland, zieht in einem Vortrag auf dem 4. Berliner Coachingtag das Beispiel der Frisöre heran, um die Muster der Positionierung einer Berufsgruppe deutlich zu machen. Die Vergleiche sind nach Wolfgang Loos offensichtlich. Namhafte Frisöre (Udo Walz etc.) wie namhafte Coaches firmieren unter ihrem eigenen Namen, während Frisöre des Mittelfeldes Namen wie „Hair-Lounge" oder „Haarstudio" kreieren. Auch die Filialbildung ist bei Frisören wie Coaches ähnlich. Es gibt schon Coaching-Institute, die an mehreren Orten präsent sind.

Die Kernbotschaft von Wolfgang Loos war, dass Coaches sich professionell inszenieren müssen und die Folgen dieser Inszenierung bedenken sollten. Jeder Coach trägt auch eine Inszenierungsverantwortung für die Profession. Das gibt er allen Coaches zu bedenken, wenn sie an der eigenen Positionierung durch Namen, Homepage oder Produktnamen nachdenken.

Was unternehmen Coaches um ihre Inszenierung zu zeigen, fragt Wolfgang Loos. Die Frisöre machen Schaufrisieren. Wie machen sich Coaches sichtbar?

Die Coaching-Verbände vergleicht Wolfgang Loos mit den Zünften des Handwerks. Bei mehr als 20 Coaching-Verbänden zeigt sich deutlich der Unterschied zu den Frisören, die durch eine Zunft vertreten sind. Auch hier könnte ein Konsolidierungsprozess für die Profession Coaching Klarheit und Identität schaffen.

Dies sind nur einige Vergleiche, die Wolfgang Loos in seiner Gegenüberstellung von Coaches und Frisören benennt, um deutlich zu machen, dass Coaching zu einer Profession geworden ist. Deren Mitglieder und Interessenvertretungen sollten sich Gedanken machen,wie sie sich schlüssig und vorteilhaft inszenieren.

 

„Coaching wird salonfähig“

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Montag, 21. März 2011 um 08:07 Uhr

So titelt das Handelsblatt am Freitag, den 18.3.2011 in seiner Ausgabe (S. 58/59). Nicht nur Spitzenmanager lassen sich in unterschiedlichen Situationen durch Coaches unterstützen. Der Leiter der internationalen Geschäftsentwicklung einer Krankenversicherung wird zitiert: „Es gibt ja keine spezielle Führungskräfteausbildung." Coaches sind für Manager „versierte Gesprächspartner". Und sie werden immer wieder zu Rate gezogen, wenn Handlungs- oder Gesprächsbedarf besteht.

   

Positiv denken – zum Thema Optimismus

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Sonntag, 06. März 2011 um 12:17 Uhr

Die Diskussion um Optimismus geht schon seit Jahren um die Kontroverse, ob es nicht auch nachteilig sein kann, zu optimistisch zu sein.

Jetzt zeigen wissenschaftliche Ergebnisse genauer, wie es sich mit dem Optimismus verhält.

„Vorteilhaft ist nicht nur ein objektiv begründeter Optimismus, sondern sogar ein leicht illusionärer."

Die Wissenschaft bestätigt positive Auswirkungen einer optimistischen Lebenseinstellung, nimmt aber gleichzeitig dem Optimismus-Kult den Wind aus den Segeln. Das „Du schaffst es"-Mantra der Motivationseinpeitscher ist offenbar für die wenigsten ein belastbares Erfolgs-Fundament.

 

Mediation oder Gericht - was denken die Deutschen? - Der ROLAND Rechtsreport 2010

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Freitag, 28. Januar 2011 um 15:14 Uhr

Die Roland Rechtsschutz-Versicherungs AG hat zusammen mit dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) eine repräsentative Studie durchgeführt, um Einstellungen und Erfahrungen der deutschen Bevölkerung im Hinblick auf Recht, Gerichte und den Rechtsstaat zu ermitteln. Mit Blick auf die europäische Mediationsrichtlinie, die Mitte 2011 in deutsches Recht umgesetzt sein soll wurde auch das Thema Mediation als Variante der außergerichtlichen Streitregelung betrachtet.

   

Wie managen Mediatoren/innen sich selbst? Teil 2

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Montag, 10. Januar 2011 um 12:24 Uhr

Vor kurzem haben wir über das neu erschienene Buch „Wie managen Mediatoren/innen sich selbst?" berichtet und möchten nun kurze Einblicke in weitere Beiträge geben. Aus vier verschiedenen Ansätzen werden Möglichkeiten entwickelt, wie Mediatoren/innen komplexe und schwierige Situationen bewältigen können.

 

Fundstücke (5)

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Montag, 03. Januar 2011 um 09:57 Uhr

Ein frohes und erfolgreiches Jahr 2011!

Liebe Leser und Leserinnen,

Ich freue mich sehr über das Interesse, das Sie meinem Blog und meinen Themen im letzten Jahr entgegengebracht haben. Dafür danke ich Ihnen und hoffe auch weiterhin auf Ihr Interesse.

Im Jahr 2011 möchte ich Sie begrüßen mit drei Funden zum Thema Spiegeln.
Im Kontext der Mediation verstehen wir unter Spiegeln das kurze und zusammenfassende Wiedergeben dessen, was wir von unserem Gesprächspartner verstanden haben. Wir zeigen damit „Ich habe Dich verstanden" und können uns vergewissern, ob wir auch richtig verstanden haben.

Der Wörterbericht-Kolumne der Zeit vom 09.12.2010 nach zu urteilen ist die Methode des Spiegelns im Modewortschatz angekommen. Dass eine solche Reise nicht ohne einen gewissen Bedeutungsverschleiß vonstattengeht, war zu erwarten.

Am Ende der Kolumne wird die angeblich „schönste aller Spiegelszenen" skizziert. Sie stammt aus einem Film der Marx Brothers, ist wirklich sehenswert und hier zu finden.

Schließlich möchte ich Sie noch auf diese spanische Weisheit aufmerksam machen:
"No hay mejor espejo, que un amigo viejo."
(Keinen besseren Spiegel gibt es, als einen alten Freund.)

Ich wünsche Ihnen ein frohes und erfolgreiches Neues Jahr!

Ihr Peter Knapp

   

William Ury: The walk from "no" to "yes" (Video)

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Donnerstag, 16. Dezember 2010 um 20:41 Uhr

Ein Mann im mittleren Osten vererbt seinen drei Söhnen 17 Kamele.

Der erste Sohn soll die Hälfte der Kamele erhalten, der zweite Sohn ein Drittel und der dritte Sohn ein Neuntel. Damit stehen die Söhne vor einem Problem...