Mediationsausbildung Berlin
Ziele und Zielgruppe
Ziele der Ausbildung
- Methoden- und Anwendungssicherheit in der Mediation
- Erlernen von Kommunikationstechniken und Konfliktmanagementmethoden
- Verständnis für die Besonderheit der Mediation in Unternehmen und Organisationen
- Erwerb von Verhandlungskompetenz
Zielgruppe
Die Ausbildung richtet sich an alle Berufsgruppen, die in Unternehmen und Organisationen mit Konflikten zu tun haben bzw. ihre Vermittlungskompetenz in Konflikten ausbauen wollen, insbesondere an:
- Fach- und Führungskräfte
- Team- und Projektleiter/innen
- Verantwortliche für Personal- und Organisationsentwicklung
- Coaches, Trainer/innen und Berater/innen
- alle Personen, die lernen wollen, effizienter und "wohltuender" mit Konflikten und schwierigen Situationen umzugehen
Teilnahmevoraussetzungen
Wünschenswert sind berufliche Erfahrungen in Unternehmen und Organisationen sowie die Bereitschaft, sich mit Konflikten auseinander zu setzen.
Ausbildungskonzept
1. Modul: Grundlagen der Mediation und Konflikttheorie
08.-10. Juni 2012
- Konfliktursachen, Konfliktarten, Konfliktdefinition, Konfliktdiagnose
- Verortung der Mediation unter den anderen Konfliktvermittlungsmethoden
- Eskalation von Konflikten
- Ablauf und Regeln eines Mediationsgesprächs
- Phasenmodell der Mediation
- Die Rolle des Mediators
- Besonderheiten der Phase 1
- Auftragsklärung in der Mediation - Kontraktgespräch/e
2. Modul: Kommunikation in der Mediation
31. August - 2. September 2012
- Einführung in die Methode der Gewaltfreien Kommunikation (M. Rosenberg)
- Umgang mit Emotionen und Bedürfnisse in der Konfliktbearbeitung
- Persönliches Konfliktverhalten - blinde Konfliktflecken
- Konfliktdarstellung durch die Konfliktparteien
- Erstkontakt mit den Konfliktparteien
- Besonderheiten der Phase 2/3
3. Modul: Systemisches Denken in der Mediation
28.-29. September 2012
- Konfliktparteien als soziale Systeme
- Ziel- und Lösungsorientierung systemischen Denkens
- Systemischer Ansatz in der Konfliktdiagnose
- Zirkuläres Denken in Wechselwirkungen bei der Konfliktbearbeitung
- Methoden: Systemische Fragetechniken und Soziales Atom
- Unternehmen und Organisationen als Systeme
4. Modul: Co-Mediation
2.-3. November 2012
- Kriterien für die Auswahl des Co-Mediators
- Modelle der Co-Arbeit
- Anforderungen an das Co-Mediationssetting
- Zusammensetzung des Mediatorenteams
- Methodenrepertoire der Co-Mediation (z.B. Reflecting Team)
- Unterschiedliche Verhaltensweisen im Konflikt (Konfliktstile)
5. Modul: Mediation von hocheskalierten Konflikten und Umgang mit starken Gefühlen - Modell der Klärungshilfe
30. November - 1. Dezember 2012
Referent: Tilman Metzger, Tilman Metzger GmbH
- Besondere Anforderungen für das Mediationssetting bei hocheskalierten Konflikten
- Modell der Klärungshilfe nach Christoph Thomann
- Doppeln, vertiefen und dialogisieren als Methoden
- Das Gefühlsinventar der Klärungshilfe nach C. Thomann
- Das Zwiebelschalenmodell
- Marketing für Mediatoren I
6. Modul: Humor in der Mediation
18.-20. Januar 2013
Referentin: Lisa Waas, Akademie Perspektivenwechsel München
- Humor: was ist das?
- Humortechniken
- Humor im (Mediations-)Alltag
- Mit Humor Mut für die „Lust am Scheitern" entdecken
- Einführung in die liebevolle Provokation
- Analyse persönlicher Antreiber
- Selbstmanagement Techniken für Mediatoren/-innen
- Fallarbeit Mediation und Feedback
7. Modul: Verhandlungskompetenz für Wirtschaftsmediator/innen
1.-2. März 2013
- Sieben Kategorien des Sachgerechten Verhandelns
- Verhandlungsführung als Problemlösungsmethode
- Vier Grundprinzipien des Harvard Konzepts
- Verhandlungskompetenz des Mediators in Phase 4
- Verhandlungsstile: Kooperation und Wettbewerb
- Verhandlung und Mediation: Unterschiede und Gemeinsamkeiten
- Besonderheiten der Phase 4
8. Modul: Mediation in Teams und Gruppen
19.-20. April 2013
- Entwicklungsphasen von Teams
- Besonderheiten von Konflikten in Teams
- Exemplarischer Ablauf einer Großgruppenmediation
- Das Worldwork-Modell von Max Schupbach
- Das David-Kantor-Modell
- Methoden der Gruppen- und Teammediation, Fish-Bowl 1+2
- Besonderheiten der Mediation in Unternehmen
9. Modul: Recht in der Mediation und Besonderheiten der Mediation in Unternehmen
17.-18. Mai 2013
- Rechtliche Besonderheiten der Mediation in Unternehmen (RA und Notarin Jutta Hohmann)
- Mobbing und Mediation
- Konfliktmanagement in Unternehmen
- Interne und externe Mediatoren - Vor- und Nachteile
- Umgang mit Macht und Hierarchie in Unternehmen
- Anerkennungsrichtlinien des Bundesverbandes Mediation
10. Modul: Interkulturelle Mediation und schwierige Situationen in der Mediation
14.-16. Juni 2013
- Mediation im interkulturellen Kontext
- Umgang mit schwierigen Situationen in der Mediation
- Methodensetting in schwierigen Situationen
- Praxisfeldentwicklung
- Marketing für Mediatoren II
- Auswertung des Gesamtkurses
- Zertifikatsvergabe
Arbeitsformen
- Arbeit mit Fallbeispielen und Analyse
- Diskussion
- Interaktive Gruppenübungen
- Theorie-Inputs
- Videofeedback
Die Module
4 Module Freitag, Samstag und Sonntag, 6 Module Freitag und Samstag.Zeiten
Vier der zehn Module sind dreitägig und finden Freitag, Samstag und Sonntag statt.
Freitag und Samstag jeweils von 9.30 - 17.30 Uhr
Sonntag von 9.30 - 14.30 Uhr


