Peter Knapp GmbH Berlin-Coaching, Mediation, Verhandlungstraining und Konfliktmanagement


Peter Knapp

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Ich schreibe auf diesem Blog in regelmäßigen Abständen Beiträge zu den Themen Verhandlung, Coaching, Mediation und Führung.

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„Wie man Starrköpfe überzeugt"

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- Kommentar zum Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 1. Februar 2012

Viele Menschen verteidigen ihre Irrtümer, obwohl ihre Gesprächspartner sie vom Gegenteil überzeugen wollen. Mythen werden verbreitet und der Glaube an sie ist beharrlich. Diskussionen mit Leugnern des Klimawandels, Kritikern von Verkehrsprojekten und anderen Situationen, in denen jemand vom Gegenteil dessen überzeugt werden soll, an das er glaubt, bleiben meist fruchtlos.

John Cook vom Global Change Institute der University of Queensland und Stephen Lewandowsky haben in der Broschüre „The debunking handbook" den Stand der Forschung

zusammenfassend dargestellt. Eine erhaltene Information wird konserviert, auch wenn über das Gegenteil informiert wurde, stellen die beiden Forscher fest.

Mehrere Studien zeigen dies zum Beispiel an dem Mythos der Mumps-Röteln-Impfung, die Autismus auslösen soll. Einmal als Information gestreut, fällt es schwer, diese zu widerlegen und aus den Köpfen der Menschen zu bekommen.

Die meisten Forscher glaubten lange Zeit, dass man den Probanden nur genügend Fakten zur Verfügung stellen muss. Dann würden Sie die falsche Meinung revidieren. Genau das Gegenteil ist der Fall. Eine große Anzahl von Fakten stärkt den Mythos statt ihn zu entkräften. „Eine simpel gestrickte Legende ist kognitiv attraktiver als deren komplexe Widerlegung", kommentieren Cook und Lewandowsky. Sie fordern auf, sich auf wenige Thesen zu konzentrieren.

Auch die Gegenseite verstehen zu wollen, kostet Kraft und bringt nicht die gewünschten Ergebnisse. Je mehr Argumente die andere Seite darlegt, desto anstrengender wird es und desto näher liegt die Versuchung, auf die eigene bisherige Meinung oder den Mythos zurückzugreifen.

Aufklärer erreichen so oft das Gegenteil von dem, was sie erreichen wollen. Allein die Erwähnung des Irrtums stärkt diesen, statt ihn zu entkräften. Um eine Information zu widerlegen, muss sie erst mal erwähnt werden. Das Paradox liegt darin, dass schon die Erwähnung der falschen Information zu deren Verbreitung beiträgt. Und je vertrauter eine Nachricht durch oftmalige Erwähnung wird, umso stärker glauben die Menschen daran.

Die Forscher Cook und Lewandowsky raten, den Mythos, den man entschärfen will, gar nicht erst zu benennen. Stattdessen sollten die tatsächlichen Fakten betont werden, indem diese verständlich und prägnant dargestellt werden. Alles, was das Verständnis fördert, erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass etwas als wahr gelte. Schon ein gutes Schriftbild könne diesen Effekt unterstützen.

Wer starke Argumente hat, wird diese sogar noch festigen, wenn er mit Gegenargumenten

konfrontiert wird, sagen Cook und Lewandowsky.

Beide Forscher meinen, dass es erfolgversprechender sei, Menschen überzeugen zu wollen, deren Meinungen nicht so festgefahren sind.

Sie geben zwei Tipps, um Menschen von der Wahrheit zu überzeugen oder sie von einem Mythos abzubringen:

  1. „Wer andere nämlich dazu bringt, sich selbst positiv darzustellen, erzielt weniger heftige Abwehrreaktionen" bei unterschiedlichen Positionen
  2. Die andere Strategie besteht darin, die im Mythos verwendeten Begrifflichkeiten anzupassen oder zu umgehen.
 

Mediationsgesetz im Bundestag

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Heute, am 15.12.2011 wird über das Mediationsgesetz im Bundestag beraten Wie es aussieht, wird das Gesetz eine Mehrheit finden. Es droht dann allerdings die Auseinandersetzung einiger Bundesländer, wegen der Behandlung der gerichtlichen Mediation im Mediationsgesetz. Die vermittelnden Richter am Gericht heißen im Mediationsgesetz nach Intervention des Rechtsausschusses "Güterichter". Dagegen wenden sich viele und werden den Vermittlungsausschuss anrufen.

Wir werden sehen. Erst mal wird heute im Bundestag über den Gesetzesentwurf zur Mediation beraten und abgestimmt.

 

Das Mediationsgesetz in der Anhörung im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestags

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Am 25. Mai fand vor dem Rechtsausschuss des Bundestags eine öffentliche Anhörung statt.

Die geladenen Sachverständigen kamen aus dem juristischen Bereich, was bereits auf die Themen der Anhörung hinweist. Die Sachverständigen waren zuvor um eine schriftliche Stellungnahme gebeten worden.
Darin wurden bereits die Streitpunkte deutlich: Neben der außergerichtlichen und gerichtsnahen Mediation stand die gerichtsinterne Mediation auf der Tagesordnung. Einigkeit bestand darin, dass die im Entwurf genannten Aus- und Fortbildungsregelungen erweitert werden müssen.

   

Bekanntheit von Mediation

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Das Institut für Demoskopie Allensbach hat im Auftrag der ROLAND Rechtsschutz- Versicherungs-AG im Herbst 2010 eine Befragung von 1.800 Personen durchgeführt. Der Schwerpunkt der Befragung lag hierbei darin, zu klären, wie bekannt dieses vergleichsweise neue rechtliche Verfahrensmodell - die Mediation - in der Bevölkerung ist und was dem Verfahren zugetraut wird.

 

Vom Umgang mit starken Emotionen - Thema des 5. Berliner Mediationstags

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Die Psychoanalytikerin Verena Kast aus Zürich schreibt und forscht seit vielen Jahren zu dem Thema Emotionen. Bekannt sind ihre Bücher zu Trauer und Angst, die sie schrieb, bevor das Thema von einer breiteren Öffentlichkeit behandelt wurde. Dies zeigen auch Veröffentlichungen wie „Emotionale Intelligenz" von Daniel Goleman oder der Nachtrag zum Harvard Konzept „Erfolgreicher verhandeln mit Gefühl und Verstand" von Roger Fisher u.a.

Emotionen sind biologisch. Sie sind mit Vorstellungen verbunden. Sie sind wichtig zur Orientierung und enthalten eine Mitteilung an die eigene Person. Sie können so stark sein, dass sie nicht erlebt werden können und abgespalten werden.
Emotionen können Vorstellungen beeinflussen und darin liegt nach Verena Kast auch die besondere Bedeutung von Emotionen. Durch unsere Vorstellungskraft bekommen wir Zugang zu unserer Kreativität. Emotionen sind ansteckend.

„Ich habe Angst" ist ein Gefühl.
Es gibt 440 Möglichkeiten, Angst auszudrücken. Zu diesem Thema referiert Verena Kast, dass es sich bei Angst um ein Gefühl handelt, von einer Gefahr ergriffen zu sein, von der man nicht weiß, wie man mit ihr umgehen soll. Eine gute Portion Angst ist lebenswichtig. Es gibt unterschiedliche Ansätze zur Bewältigung von Angst.

  1. Hilfe zur Selbsthilfe - der andere Mensch als Begleiter und Helfer
  2. Direkte Handlungsanweisungen
  3. Kognitive Strategien - Fragen stellen: „Wie wahrscheinlich ist es, dass die Befürchtungsphantasien eintreten?"
  4. Einen besseren Umgang mit Ärger üben
  5. Entwicklung von Kompetenzen wie Verbesserung des Selbstwertgefühls

Das soziale Umfeld ist das A und O im Umgang mit der Angst. Sobald in Versuchen mit Affen ein zweiter Affe zur Seite steht, reduziert sich die Angst des ersten Affen. Das funktioniert auch bei anderen Säugetieren.
Unsere Träume sind zu 70% Angst.
Die beste Methode zum Umgang mit Angst ist zu verlangsamen. Zum Beispiel durch die Frage: „Was kann Dir eigentlich passieren?"
Der Soziologe Ulrich Beck schreibt in seinen Büchern, dass der Umgang mit Angst in unseren stark differenzierten Gesellschaften eine Schlüsselqualifikation darstellt.
Wie bei jeder Emotion ist es wichtig, in Kontakt mit der Emotion zu kommen, um dann wieder Abstand zu ihr zu gewinnen.

Fortsetzung des Blogbeitrag zu Verena Kast folgt.

   

Mediation oder Gericht - was denken die Deutschen? - Der ROLAND Rechtsreport 2010

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Die Roland Rechtsschutz-Versicherungs AG hat zusammen mit dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) eine repräsentative Studie durchgeführt, um Einstellungen und Erfahrungen der deutschen Bevölkerung im Hinblick auf Recht, Gerichte und den Rechtsstaat zu ermitteln. Mit Blick auf die europäische Mediationsrichtlinie, die Mitte 2011 in deutsches Recht umgesetzt sein soll wurde auch das Thema Mediation als Variante der außergerichtlichen Streitregelung betrachtet.

 

Wie managen Mediatoren/innen sich selbst? Teil 2

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Vor kurzem haben wir über das neu erschienene Buch „Wie managen Mediatoren/innen sich selbst?" berichtet und möchten nun kurze Einblicke in weitere Beiträge geben. Aus vier verschiedenen Ansätzen werden Möglichkeiten entwickelt, wie Mediatoren/innen komplexe und schwierige Situationen bewältigen können.

   

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